About

This is Samuel Luescher's personal website. Sam is 27, from Switzerland, studies Visual Communication and is now back to Basel after a semester in New York City and recently completed his studies in Visual Communication with the diploma. For the time being he is living in Buenos Aires, Argentina.

 

Disclaimer

The content below is my personal weblog. It is not updated very frequently and is mostly about personal developments or things that catch my attention. Please do not expect any of it to be of any relevance to yo. If you are in fact looking for my work, some of it is documented in the Portfolio section. Moreover, most of the entries are in German. Fortunately you can look at the images if you don't understand them.

Notizen zu Zwischenpräsentation #1 und Mentorensitzung #3

Bildlabor/Ornamentorgel

18 June 2007

Mein momentaner Aufbau (Videokameras, Lichtpult, farbige Folien, Processing Software und allerlei Gegenstände bzw. Körperteile) wurde an der ersten Zwischenpräsentation durchaus positiv aufgenommen. Wir diskutierten vor allem mögliche Einsatzbereiche eines derartigen Apparats. Die Palette ist natürlich breit: Fassadengestalter könnten sowas vielleicht gebrauchen, Textildesigner ebenso, die Personalisierung/Inbesitznahme eines Hotelzimmers ist immer noch eine schöne Idee.

Einwand: Ich selber muss formulieren, was mich an diesem Projekt interessiert – ein Alibizweck ist nicht der Sinn der Sache. Für mich ist die Anlage zum jetzigen Zeitpunkt vor allem Labor. Es ist faszinierend, in den Bilderfluss einzutauchen. Alles dreht sich ums Halbautomatische, Prozesshafte. Daraus ergäben sich eben auch Einsatzbereiche, wo eine ständige Veränderung gefragt ist. Zum Beispiel die saisonale Anpassung von Ladenlokalen, oder eine dimensionale Erweiterung einer Einzimmerwohnung mit Kochnische – je nachdem, womit der Bewohner gerade beschäftigt ist; quasi ein Weiterdenken des Kaminfeuer-Videos.

Es ist also noch alles offen. Ansonsten läuft alles bestens, neben der spassigen Bildgeneration werde ich mich allerdings in den nächsten Wochen vor allem den Layoutentwürfen für meine kulturgeschichtliche Arbeit («Renaissance der Ornaments») widmen.

Cervelat

Cervelatskandale

12 June 2007

Nachdem wir letzte Woche bereits erfahren mussten, dass unserer Nationalwurst dem Cervelat Gefahr droht, weil wegen eines Importverbots die argentinischen Rinderdärme ausgehen, folgen diese Woche weitere Schreckensmeldungen (die einem ebenso Wurst sein könnten).

Da berichtet 20 Minuten auf der Titelseite, der Fernsehsender Viva boykottiere das neue Musikvideo des sogenannten Bündner Kultrappers Skandalrappers Gimma, in dem sich dieser mit einem Basler Porno-Sternchen auf der Wurstplatte vergnügen soll. Nun ist dieser Gimma fast noch platter als sein Kollege Stress und dessen Song «Fuck Blocher». Der Boykott kann ihm indessen nur recht sein, schliesslich spielt sich Musikfernsehen heutzutage sowieso im Internet ab, während Gimmas Bekanntheitsgrad durch die läppische Angelegenheit explodieren dürfte, wie in solchen Fällen üblich. Und ich bin wieder mal fasziniert vom Mahlen der massenmedialen Vermarktungsmühle (nicht nur wegen des Stabreims). Arme Frau Schwarzer. Was meint ihr dazu? Meinungen gerne in Stabreimform...

Darkroom, NYC

Fun with obsolete hardware

01 June 2007

My ultracheap Fisheye camera ($30, almost 180°angle) is pleasureable. Maybe the best thing about it is that you can see the inside of the lens. It's kind of like when you close your eyes and concentrate on the reddish web in front of the dark. You actually see the very front of your brain, the optic nerve that is.

Aus: Owen Jones, The Grammar of Ornament, ursprünglich publiziert 1853

Diplomthema und Fragestellung

Patterns – Semiautomatische Designprozesse

17 May 2007

Muster und Ornamente werden seit Menschengedenken angewendet, doch verhalfen ihnen immer wieder technische Innovationen zu einem Aufschwung. Die Entwicklung von Drucktechnologien ermöglichte in vergangenen Jahrhunderten die Massenproduktion von farbigen Musterbüchern, Sammlungen klassischer Ornamente, von denen sich beispielsweise Architekten inspirieren liessen. Neue Fertigungsmethoden ermöglichten es im Zeitalter der Industrialisierung, kostengünstig alle möglichen Oberflächen mit Mustern zu versehen. Zwangsläufig bestand deren Funktion mitunter auch darin, die Minderwertigkeit eines Produkts zu vertuschen. Nicht zuletzt hat dieser Umstand dazu geführt, dass das Ornament während der Moderne in Verruf geriet.

Oscar

Oberflächlichkeiten

17 May 2007

«Manchmal heisst es, die Schönheit sei nur oberflächlich. Das mag so sein. Aber wenigstens ist sie nicht so oberflächlich wie die Gedanken. Für mich ist die Schönheit das Wunder aller Wunder. Nur seichte Menschen urteilen nicht nach dem Schein. Das wahre Rätsel der Welt ist das, was wir sehen, nicht das, was wir nicht sehen». Oscar Wilde: Das Bildnis des Dorian Gray.

 
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